Mulknitz Forst Lausitz Niederlausitz
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Zeit des Dreißigjährigen Krieges


Aus der Zeit des Dreißigjährigen Krieges wird erstmals ausdrücklich ein Kirchengebäude in Mulknitz erwähnt. Der Forster Superintendent berichtet in seiner Forster Kirchen- und Schulgeschichte, dass der damalige Pfarrer Friedrich Hoschkius das Unglück erlebte, „daß anno 1643 bey dem Durchzuge der torstensonischen Truppen die Kirche und Pfarrgebäude nebst dem Vorwerke und etlichen Bauerhöfen abgebrannt wurden...“. Und der Chronist Schneider berichtet dazu: „Den 24.November 1643 marschirte die von Sorau kommende Torstenson'sche Armee durch Forst nach Cottbus, und sengte und brennte und plünderte überall. Zu Mulknitz wurden die Kirche und Pfarrei, das Vorwerk mit der Schäferei und den Ställen in Brand gesteckt“.
Mit dem ersten Nachfolgebau nach der Abbrennung ist für das Jahr 1649 zu rechnen, da damals ein gewisser Jacob Kschyba aus Gosda der Kirche einen, wenn auch einfachen, zinnernen Abendmahlskelch stiftete, wie durch entsprechende Inschrift in dem Kelch ausgewiesen ist. Leider ist der Kelch verloren gegangen.
Vom Bau einer neuen Kirche hören wir aber erst etwas zu Zeiten des fünften Mulknitzer Pfarrers Martin Wormlag, der 1665 sein Amt antrat. 1667 werden laut erhaltener Kirchenrechnung auf Befehl des Herzogs von Sachsen-Merseburg „der hiesigen Kirche Zu auffbawung derselben“ 20 Taler ausgezahlt, genug um mindestens einen kleinen Fachwerkbau mit Schindel oder Strohdach zu errichten. Zum Vergleich kann man die Kosten für die Holzbearbeitung und Errichtung des Schulgebäudes heranziehen, das 1686 zwei Taler und sechs Groschen kostete.
Vermutlich entstand der neue Kirchbau dann in den Jahren 1669 oder 1670. 1704 wird, wie wir aus der Kirchenrechnung erfahren, das Glockentürmchen neu erbaut, in der vermutlich eine Glocke hing. Es war nicht das erste Glockentürmchen, denn schon in den Jahren zuvor ist von Glockenschmiere und einem Seil zur Glocke die Rede. Wann es die erste Glocke überhaupt in Mulknitz gab, ist nicht belegbar.
Aus dem Jahre1714 gibt es übrigens in der zeitgenössischen Literatur eine Nachricht über die Mulknitzer Kirche. Samuel Grosser schreibt in seinen „Lausitzischen Merckwürdigkeiten“ allerdings sehr summarisch:„Unterschiedene dieser Dörffer haben auch feine Kirchen, als Sacro nebst der Filia Naundorff; M u l c k w i t z , nebst dem Filial Weißagk...“
Im 18. Jahrhundert erhielt die Mulknitzer Kirche für ihre Ausstattung eine Reihe von Geschenken, die noch heute vorhanden sind und das Bild der heutigen Kirche mitbestimmen bzw. zu ihrem Inventar gehören der Bibera-Kelch
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