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Erinnerungen zum Bau des Spritzenhauses 1957
Von Werner Dubrau, Wehrleiter von 1950-1971, aufgeschrieben 1990


Ich möchte mit meinen Erinnerungen zum Bau des Gerätehauses 1957 beitragen.
Das alte Spritzenhaus war nicht mehr Zweckentsprechend und sollte auch von der Dorfaue verschwinden.
Also entschlossen wir uns gemeinsam, ein Neues zu bauen.
Die Bauzeichnung habe ich von meinem Schwager Franz Graßmann – stammt aus Klein Briesnig, nach Cottbus verzogen – erstellen lassen.
Er war Bauingenieur und tat es umsonst.
Da alle Kameraden der Wehr auch gleichzeitig Waldbesitzer waren, hat jeder ein paar Bäume gespendet. Zum Schneiden wurden sie gemeinschaftlkich in das Sägewerk in der Berliner Straße nach Forst gefahren.
Der Winter war sehr mild, konnten also mit dem Bau beginnen. Die Steine hat die Firma Bräuer uns umsonst geliefert, man brauchte aber noch mehr uns in den Sachen hat uns dann doch wohl die Gemeinde unterstützt.
Und das war der Punkt, wo ich viel Überzeugungsarbeit beim damaligen Bürgermeister Kol. Reimann leisten musste.
Er sah nur seine Partei und den Rat des Kreises, wo er sich nicht unbeliebt machen wollte. (weitere persönliche Anmerkungen fehlen) Trotzdem habe ich ihn, als gelernten Dachdecker, davon überzeugt, das Dach einzudecken.
Schwierigkeiten gab es bei den Zimmrmannsarbeiten. Mein Onkel R.Dubrau, Polier bei der Firma Mrose Weißagk, hat aus gesundheitlichen Gründen abgesagt, so blieb mit weiter nichts übrig, mit den vorhandenen Leuten zu beginnen.
Das war unser Wolfgang Dünnebier, heute noch sehr aktiv in der Gemeinde und Herr Kunze, damals bei der VP Abt. Feuerwehr.
Eine Tatsache ist aber, dass der Turm jetzt nach 40 Jahren, damals nicht ganz Lotrecht stehend, den Witterungsbedingungen getrotzt hat, vielleicht kann man da bei der Überholung etwas nachhelfen.
Das Tor und die Fenster wurden aus Spendenholz vom Tischler Paul Nuglisch kostenlos angefertigt, Die Leitern zum Aufsteig in den Turm habe ich selbst angefertigt. Dann kam die Einweihung, der Höhepunkt.
Der Rat des Kreises hat uns da mit 4000 Mark Prämie bedacht, das hat uns gefreut.
Das Geld war aber zweckgebunden, also kein gemeinschaftliches Beisammensein. Wir haben uns entschlossen, eine TS 8 dafür zu kaufen.
Andere Wehren haben sie später für umsosnt bekommen – Undank ist der Welten Lohn. Ich persönlich habe für die ganze Mühe eine gute Armbanduhr bekommen, heute noch in meinem Besitz.
Nun hatten wir ein Gerätehaus, eine TS 8, aber kein TSA, was nun?
Da kam der Geldumtausch, der Gemüsehändler Geigk mit Gemüsegeschäft in Forst, Kirchstraße, hat nicht seine Ersparnisse korrekt umgetauscht, musste in Haft.
Nach seiner Entlassung ging er nach Drüben und wir hatten den Framo als Einsatzfahrzeug. Dann kam die LPG, hatten Traktoren zum Fortbewegen.
Großzügigerweise bekamen wir auch vom Rat des Kreises einen bestückten TSA.
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