Mulknitz Forst Lausitz Niederlausitz
Mulknitz :: Feuerwehr
Kameraden debütieren erfolgreich in Sergen
Autor: Matthias Geigk 18.08.2008 09:03

8:45Uhr, die ersten Kameraden treffen am Spritzenhaus ein, Schläuche und die anderen üblichen Utensilien werden vor der Tür ausgereiht. Nachdem dann alle eingetrudelt sind kann mit der Beladung begonnen werden. Langsam wird aus dem anfänglichen leichten Nieselregen ein Schauer, aber bis zu den Wettkämpfen ist’s ja noch eine Weile hin. Auf nach Sergen, einem der ganz großen Wettkampfadressen in Brandenburg.

In Sergen angekommen, ist jedoch, was den Regen angeht, kein Ende in Sicht. Welch Glück, dass wir wieder den Pavillon dabei haben. Die Leistungsdichte der Mannschaften ist riesig. Hier läuft keiner mit, der nicht auch so bescheuert ist wie wir und sich das Wochenende mit dem Schleppen von Schläuchen vertreibt. Teams also, die wissen was sie tun. Auf der Platte stehen Rosenbauer Fox3, äußerlich sehen sie aus wie aktuelle Rennmaschinen, die jeden Sonntag durch unser Dorf jagen, eine Komposition aus Silber und Rot, dazu recht kompakt und windschnittig geformt. Ob auch die inneren Werte denen eines Düsenjets entsprechen, muss sie jedoch erst noch beweisen. Fest steht, Flugzeugträgertauglich ist sie schon mal nicht. Diese elende Startautomatik, bei der der Maschinist 3 Sekunden den Startknopf gedrückt halten muss, bis überhaupt etwas passiert, kann einem schon etwas den Spaß verderben – kein Mensch braucht so was bei einem Wettkampf bei dem es um Hundertstel geht, naja egal. Die Gummimatten, die das ganze Startfeld bedecken, haben heute ihre große Stunde. Bei dem Regen hätte man ohne sie den Wettkampf getrost wegen unzumutbarer Startverhältnisse nach 3 Läufen beenden können.

Dann starten die Vorläufe der Männer. Bereits in Lauf 2 sind wir dran, wieder gegen Bluno, gegen die wir schon öfter gelaufen sind und die uns Leistungsmäßig recht ähnlich erscheinen. Der Startschuss, alle kommen gut an die Platte, das Kuppeln klappt, die Pumpe ist glücklicherweise auch zum richtigen Zeitpunkt an und fördert nun wie wild. Nach 28:26sek. stoppt die Zeit. Führung, kein Kunststück nach zwei Läufen und die besten Mannschaften sollen schließlich noch folgen. Sabroth, Klein Radden, Jethe, Ragow, Briesnig und auch Sergen selbst, alle scheitern. Kaum zu glauben, nach den Vorläufen belegen wir einen hervorragenden 4.Platz, nur Schacksdorf, Zerkwitz und Genschmar sind besser.

Das Warten erscheint bei diesem Regen und dieser Kälte endlos. Alle frieren mehr oder weniger. Endlich geht es los. Wir laufen im vorletzten Lauf gegen Zerkwitz. Im Hinlauf hatte dieses erfahrende Team uns an der Spritzerlinie fast 2 Sekunden abgenommen und war deshalb im Vorlauf knappe sieben Zehntel vor uns gelandet. Der Startschuss, alle kommen gut weg, der Saugkorb ist nur verzögert dran, doch alles ist noch im Rahmen. Doch die kalten Hände bringen uns zu Fall. Der Maschinist verhakt seine Kupplung an der TS, die Startautomatik tut ihr übriges. Fast 10 Sekunden zu spät bekommen wir erst die Pumpe an, zu einer Zeit bei der eigentlich schon das Wasser am Verteiler sein müsste. Trotzdem geben wir nicht auf, die Spritzer machen diesmal einen guten Job, trotzdem nur eine enttäuschende 36:67sek. Im erhofften Kampf ums Treppchen spielten wir also keine Rolle mehr. 6. Platz im Lauf der besten 8. und nur eines von zwei Teams des Landkreises Spree- Neiße im Finallauf. Alles in allem zwar ärgerlich, bei einer normalen Leistung wäre der 3. Platz drin gewesen, bei einer guten sogar der Zweite, aber besser als zuvor erhofft.

Sieger wurde im Übrigen die Kameraden aus Groß Schacksdorf, Glückwunsch!

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