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Wettkämpfe mit Höhen und Tiefen Autor: Matthias Geigk 22.09.2008 11:25
Wenn auch mit einiger Verspätung, nun doch noch ein Rückblick auf zwei Wettkampfwochenenden mit Höhen und Tiefen.
Wir schreiben den 05. September 2008. Es ist der Freitag des jährlich stattfindenden Rosenpokals der Stadt Forst Lausitz. Unter den 21 Männermannschaften war auch unsere Wettkampfbrigade vertreten, sichtlich mit einiger Motivation, denn wir hatten uns viel vorgenommen. Dabei starteten wir nicht mit einem einhundertprozentig eingespielten Team, der Saugschlauchkamerad musste arbeitsbedingt absagen, Ersatz bekamen wir von einem erfahrenen Briesniger Kollegen. Eine Primere gab es auch für unseren neuen Nachwuchsverteilerschlepper, der im Training zwar leuchtende Augen voller Zuversicht erzeugte, aber Helden werden eben immer nur im Wettkampf gemacht. Die Zeit war also gekommen, sich und den anderen zu beweisen, dass wir trainingsmäßig nicht untätig waren, schließlich war der letzte Wettkampf schon ein paar Wochen her und mit den Eindrücken und Videos vom Supercup wurde auch viel rumprobiert. Die Motivation war also groß, vielleicht zu groß?
Der Start, alle kommen gut von der Startlinie weg, hinten klappt alles gut, das Wasser geht gut nach vorn. Am Verteiler dann der Fehler, der Jungkamerad hatte es versäumt, die B-Länge festzuziehen, das Resultat: eine Zeit ferner liefen. Das war wohl nichts, dachten wir und nur die Tatsache, dass sonst alles gut klappte, brachte uns dann doch noch in Feierlaune.
Und auch wenn sich der Anspruch der Stadt Forst, hier eine Top- Veranstaltung aufziehen zu wollen mit dem letztendlichen Verhalten der Wettkampfleitung bezüglich einiger unangemessener Äußerungen zur Pumpenbedienung nicht ganz vertragen, war es doch ein runder Abend.
Zeit zur Wiedergutmachung fand sich gleich am Folgetag. Samstagvormittag, immer noch motiviert, jedoch weniger selbstsicher fahren wir nach Simmersdorf. Dass nur 9 Mannschaften den Weg zum jährlichen Herbstlauf fanden soll nicht über das hohe Niveau der Anwesenden hinweg täuschen. Ein Sieg bei diesem Wettkampf ist jedoch weitaus schwieriger als beispielsweise die Stadtmeisterschaft. Wir sind ziemlich zeitig dran, alle bauen konzentriert ihre Habseeligkeiten auf, dann der Start. Diesmal läuft ein Simmersdorfer die A-Länge zu unserer Vollen Zufriedenheit. Alles funktioniert recht gut, auch der Verteilermann macht seine Arbeit fehlerfrei und dass unserer Spritzer sowieso den Vergleich mit den besten Mannschaften standhalten ist beinahe schon eine Gesetzmäßigkeit. Die Zeit stoppt nach 26,14 Sekunden. Wettkampfbestzeit, sowohl für uns persönlich, als auch bis dato bei diesem Pokallauf. In der Hinrunde schafft uns keiner, immer noch Erster, da geht was? dachte jeder bei sich. Aber in Simmersdorf gilt die Devise Best of 2, noch war also nichts in trockenen Tüchern. Lauf 2 Schacksdorf, diesmal war auch Wasser in der A-Länge und damit eine ihrer üblichen Zeiten: 24,75sek. Dann die Wehr aus Willmersdorf- Ströbitz, von uns auch im Vorfeld zu den Favoriten gezählt, kommt gut weg und unterbietet uns schließlich mit einer viertel Sekunde. Immer noch Dritter, Sergen, Jethe, Gahry, alle schaffen unsere Zeit nicht. Es ist der letzte Lauf des Tages, der Gastgeber ist am Start, doch 26,14sek. schafft auch Simmersdorf nicht jeden Tag. Aber leider an diesem! Alles läuft perfekt und mit 25,15sek. unterbieten sie uns deutlich. Somit bleibt uns nur der undankbare 4.Platz. Doch die gute Zeit stimmt uns zuversichtlich, immerhin konnten wir unsere Verbesserungen auch einmal im Wettkampf unter Beweis stellen.
Eine Woche später, treten wir wieder komplett an, es geht nach Beeskow zum dortigen Pokal des Bürgermeisters. 41 Mannschaften bauen ihre Lager im Rondell des Stadion auf, es herrschen perfekte Wettkampfbedingungen. Das Starterfeld ist erstklassig, bis auf wenige Ausnahmen ist sicher die Creme de lá creme Brandenburgs anwesend. Der Ablauf ist etwas anders als in Simmersdorf. Im klassischen Sinne messen sich zunächst alle 41 Teams im Vorlauf, die Top 10 kommt dann in einen Finallauf. Wir starten ziemlich früh in den Wettbewerb. Auch diesmal gibt es kleinere Problemchen beim Spritzen und an der Sauglänge, die Zeit stoppt nach 26,46 sek. wobei ein Spritzer aber schon in den 25’ern fertig war. Am Ende des Hinlaufs belegen wir einen sehr guten 5.Platz. Wir sind zufrieden, und wollen im Finallauf richtig angreifen. Gerade an der A-Länge hatten wir in den letzten Wochen etwas rumprobiert, um dort wenigstens auf eine halbwegs konkurrenzfähige Zeit zu kommen, denn hinten liegt unser größtes Verbesserungspotenzial. Auf dem Grenzpfad zwischen viel Wasser im Schlauch und schnellem Kuppeln der A-Länge entschieden wir uns für etwas mehr Schnelligkeit, weil das Wasser mit der richtigen Technik auch so im Schlauch sein müsste. „Müsste“... denn im zweiten Lauf, war der Schlauch trocken wie die Luft an diesem heißen Tag in Beeskow. Es dauerte ewig bis das Wasser vorn war und als auch ein Spritzer etwas schlechter davon kam, war es mit einer guten Platzierung geschehen. Trotzdem, auf einen 8.Platz können wir stolz sein. Bei einem Durchschnittsalter von 22,1 Jahren, wobei die beiden alten Hasen an der Pumpe und dem A-Schlauch den Schnitt kräftig drücken, ist noch lange nicht Ende der Fahnenstange. Mit dem Wissen, da geht noch was und der Tatsache, dass wir uns bisher in jedem Jahr deutlich verbessert haben glauben wir, dann an unserem Leistungszenit stehen, wenn andere Topteams gerade nach Nachwuchs suchen.
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