Mulknitz Forst Lausitz Niederlausitz
Mulknitz :: Kommentar
Kohle = Arbeitsplätze?
Autor: Matthias Geigk 11.09.2007 14:21

Einer Studie von Jeffrey H. Michel (Energiekoordinator Heuerdorf) vom März 2005 mit dem Namen: „Status and Impacts of the German Lignite Industry“ zufolge hat der Braunkohlebergbau und dessen Verstromung kaum positive Auswirkungen auf die Arbeitslosenquote gehabt.
Vergleicht man die Arbeitslosenquote der Lausitzer Braunkohlegebiete mit dem deutschlandweiten Durchschnitt, so zeigt sich, dass diese mehr als doppelt so hoch ist wie im Landesdurchschnitt. Diese Erkenntnis an sich ist keine wirkliche Überraschung. Macht man diesen Vergleich jedoch in allen Ländern weltweit, die Braunkohle verstromen, so zeigt sich, dass dieser Unterschied in Deutschland am Größten ist. Das heißt: Eigentlich überall auf der Welt sind die Bergbauregionen durch höhere Arbeitslosigkeit gekennzeichnet als der Rest des Landes, nur in Deutschland ist dieser Unterschied eben besonders Offensichtlich. Der Grund dafür: die zunehmende Mechanisierung der Bergbauprozesses macht Arbeitskräfte überflüssig. In Deutschland ist diese Mechanisierung am meisten fortgeschritten. Während die Rate Tonnen pro Mitarbeiter 1990 noch bei ca. 3000t lag, liegt sie heute bei ca. 11000t.
Durch den Bau neuer Kraftwerke wird sich die Effizienz weiter erhöhen, die, von der Politik und der Kohlelobby beschriebenen Arbeitsmarkteffekte werden also immer kleiner.
Vattenfall und neue Kraftwerke/ Tagebaue in der Lausitz bedeuten also nicht neue Arbeitsplätze, im Gegenteil!

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