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Klinger Runde traf sich am 13.01.2007 Autor: Matthias Geigk 17.01.2008 12:50
Am 13.01.2008 fand im Gemeindezentrum „Alter Schafstall“ um 19 Uhr die Klinger Runde statt. Anwesend waren 27 Mitglieder, u.a. aus Groß Gastrose, Schleife (Sachsen), Grabko, Kerkwitz und dem Forster Raum.
Am 06.01.2008 fand in den Orten Atterwasch, Kerkwitz und Grabko ein Sternmarsch statt, an dem über 450 Menschen teilnahmen um sich gegen den Aufschluss eines Tagebaufeldes Jänschwalde-Nord auszusprechen. Für die Menschen aus den 3 Orten war die Veranstaltung ein voller Erfolg.
Auf Empörung seitens der Klinger Runde stieß hingegen die Information, dass die öffentlich- rechtlichen Sender einen Radiospot absetzten, in dem sich Kinder auf ihre Weise für den Erhalt der Heimat aussprachen. Nach Ansicht dieser Sender seien die Spots politisch motiviert, was dem Sendeauftrag der Öffentlich-Rechtlichen widersprechen würde. Angesichts der Tatsache, dass dies den Sendern erst nach mehreren Wochen Ausstrahlung auffiel, ist die Klinger Runde verwundert und überlegt nunmehr, wie sie den Betroffenen helfen könnte.
Die Volksinitiative „Keine neuen Tagebaue- für eine zukunftsfähige Energiepolitik“ steht kurz vor dem Erfolg. Nach Informationen der Grünen Liga sind aktuell bereits mehr als 19.300 gültige Unterschriften gesammelt. Die Vertreter der Jamnoer Runde zeigten sich zuversichtlich, mehr als 800 Unterschriften beisteuern zu können.
Der Sprecher der Klinger Runde, Egbert S. Piosik, informierte darüber, dass es bisher noch keine Reaktion seitens des Ministerpräsidenten Platzeck auf den offenen Brief der Klinger Runde gab. Die Anwesenden zeigten sich sehr enttäuscht über die mangelnde Dialogbereitschaft der Landesregierung.
Anfang des Jahres verschickte die Klinger Runde einen Brief an 158 Vertreter aus Orten in der Lausitz, in dem noch einmal auf die Wichtigkeit einer Antwort auf den Landesentwicklungsplan Berlin-Brandenburg (LEP B-B) hingewiesen wurde. Dort steht unter dem Punkt 6.9 auf Seite 22 nur, dass “… die Gewinnung und Nutzung einheimischer Bodenschätze und Energieträger… räumlich gesichert werden soll.“ Das heißt nichts anderes, als das Landschaft, Kultur, Menschen nicht so wichtig sind, wie Braunkohle. Bürgermeister Egbert S. Piosik und Ortsbürgermeister Dieter Stodian schrieben für die Gemeinde Wiesengrund eine Stellungnahme zum LEP B-B, welche sich nicht nur auf die Braunkohle reduziert, sondern auch andere Probleme der Landesplanung aufgreift. Auch die Gemeinde Schenkendöbern hat unter Zuhilfenahme eines Anwalts eine Stellungnahme zum „Beteiligungsverfahren zum Entwurf des Landesentwicklungsplanes“ fristgerecht eingereicht.
Folgende Aktionen plant die Klinger Runde aktuell:
-> Aufbau neuer Groß- Aufsteller „Abbaggerung und Vertreibung – nicht mit uns!“ an Straßen und vielbeachteten Orten in Wiesengrund, Austausch alter abgenutzter Schilder
-> Wegen der großen Nachfrage werden Aufkleber mit der Aufschrift „Abbaggerung und Vertreibung – nicht mit uns!“ nachbestellt
-> Teilnahme und Unterstützung von Sport-, Heimat- und anderen Festen durch die Klinger Runde
-> Großer Sternritt aus allen Teilen der Niederlausitz nach Forst OT Mulknitz unter dem Zeichen des Heimaterhalts und gegen die Vernichtung der Heimat durch die Braunkohle. Die Veranstaltung wird in Mulknitz vom 26.04. bis 27.04.2008 stattfinden.
-> Planung und Unterstützung von Konzerten in Groß Gastrose und im Ortsteil Trebendorf der Gemeinde Wiesengrund
-> Beteiligung am Kirchentreffen vom 01.05. bis 04.05.2008 in Kerkwitz
-> Beteiligung am Landeserntedankfest vom 04.09. bis 05.09.2008 in Neuhausen
-> Unterstützung des Chortreffens am 15.06.2008 in Groß Gastrose
Nach kurzer Diskussion wurde einstimmig beschlossen, dass die regelmäßigen Treffen der Klinger Runde jetzt einmal im Monat stattfinden. Parallel dazu finden, wenn nötig, Sondersitzungen zu speziellen Themen statt.
Die nächste Klinger Runde findet am 17.02.2008 um 19 Uhr im „Alten Schafstall“ zu Gosda statt.
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