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Beitrag vonThema
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Black Forest
09.07.2009 19:07
Robin Wood Meldung
Hamburg, den 9.7.2009

*ROBIN WOOD: Vattenfall darf in Deutschland keine AKWs mehr betreiben*


Angesichts der grundlegenden Mängel im Sicherheitssystem von Vattenfall
bekräftigt ROBIN WOOD seine Forderung, dem Konzern die Erlaubnis zu
entziehen, Atomkraftwerke zu betreiben. Bei Vattenfall reiht sich nicht
nur Störfall an Störfall. Die Serie von handwerklichen und planerischen
Mängeln bis hin zur Schlamperei wird immer länger: So wurde der
vereinbarte Einbau von Sicherheitseinrichtungen zur Überwachung der
Transformatoren „vergessen“. Nur wenige Tage nach der Inbetriebnahme
zeigen sich Defekte an Brennelementen, Kühlsysteme fallen aus, ebenso
elektrische Steuerungen. Zum wiederholten Male sind die
Aufsichtsbehörden zu spät informiert. Und jetzt wurde auch noch bekannt,
das Vattenfall mit der gleichen Unzuverlässigkeit in Schweden zu Werke geht.

„Vattenfall liefert einen Beleg nach dem anderen dafür, dass der Konzern
keine Kompetenz zum Betrieb von hochgefährlichen Atomkraftwerken hat.
Zwei Jahre hatte der Konzern Zeit, aus dem technischen,
organisatorischen und kommunikativen Desaster nach dem Brand des
Transformators Konsequenzen zu ziehen. Die Verantwortung wurde in
Schweden bei der Konzernspitze gebündelt, zahlreiche Manager und
Angestellte wurden ausgetauscht. Gebessert hat sich dadurch nichts. Die
deutschen Aufsichtsbehörden müssen jetzt dafür sorgen, dass dieses
Unternehmen hierzulande nie wieder ein AKW betreiben darf“, fordert Dirk
Seifert, Energiereferent von ROBIN WOOD.

Wie tiefgreifend die Probleme bei Vattenfall sind, zeigt auch die
abgeschaltete Audioüberwachung in der Leitwarte des Reaktors. Als
Konsequenz aus den Störfällen vor zwei Jahren hatte die Aufsichtsbehörde
vorgeschrieben, dass dort künftig alle Gespräche mit einer „Black Box“
aufgezeichnet werden müssen. Dass diese zwar eingebaut, aber nicht in
Betrieb war, ist nicht nur ein schwerer Verstoß gegen Auflagen. Das
Vattenfall-Management hatte gegen den Einbau dieser Box vor Gericht
Klage erhoben. Die Mitarbeiter konnten das ohne weiteres so verstehen,
dass die Chefetage diese Black-Box ablehnt. Insofern entspricht das
Verhalten der Angestellten den Signalen aus der Vorstandsetage.

Das nun offenbar vermehrt defekte Brennelemente gefunden wurden, ist
alarmierend. Möglicherweise waren die Belastungen durch das permanente
rauf- und runterfahren der Anlage infolge der aufgetretenen Pannen so
groß, dass dadurch die Brennelemente geschädigt wurden.

„Die Ursachen müssen in jedem Fall genauestens untersucht werden, denn
jeder Schaden an einem Brennelement kann einerseits zu erhöhten
radioaktiven Emissionen führen und andererseits bei weiteren Störfällen
zu einem gravierenden Problem auswachsen“, so Seifert.

Kontakt und weitere Informationen:

Dirk Seifert, Energiereferent 040-38 08 92-21, www.robinwood.de/energie

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Ute Bertrand
ROBIN WOOD e. V., Pressesprecherin
Nernstweg 32, 22765 Hamburg
Tel. +(0)40 380 892-22; Fax: -14
Ute.Bertrand@robinwood.de
www.robinwood.de