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Unternehmensumfrage August 2007 in Forst (Lausitz)


Wirtschaftliche Entwicklung und
Ausstrahlungseffekte auf das Umland
bei Aufschluss neuer Braunkohlefelder

Wirtschaftliche Entwicklung und

Ausstrahlungseffekte auf das Umland

bei Aufschluss neuer Braunkohlefelder


Unternehmensumfrage August 2007

in Forst (Lausitz)

Ergebnisse

eine Initiative der

Forster Runde
Klinger Runde
Jamnoer Runde
Mulknitzer Runde



Diese Umfrage repräsentiert die Prognosen von 41 Unternehmen mit 187 Mitarbeitern bezüglich der Fragestellung, welche Effekte die Inanspruchnahme eines ortsnahen Tagebaus wie Forst-Hauptfeld auf die Entwicklung der Stadt Forst (Lausitz) hat.


Inhalt


  1. Personen

  1. Umfragemotiv

  1. Umfragemethodik

    1. Regionale Einschränkungen

    2. Mindestanzahl der Befragungen

    3. Branchenspezifizierung und Randomisierung


  1. Umfragegrenzen

  1. Umfragegliederung

  1. Umfrageergebnisse

    1. Allgemeine Informationen

    2. Unternehmen mit ablehnender Haltung

    3. Umfrageergebnisse: Prognosen Unternehmensentwicklung

      1. Ergebnisse Unternehmen gesamt

      2. Ergebnisse Unternehmen branchenspezifisch

    4. Umfrageergebnisse: Prognosen gesamtstädtische Entwicklung

      1. Ergebnisse Unternehmen gesamt

      2. Ergebnisse Unternehmen branchenspezifisch

    5. Umfrageergebnisse: Prognosen Wirksamkeit „Kohlevertrag“ bzgl. Neuansiedlungen

      1. Ergebnisse Unternehmen gesamt

      2. Ergebnisse Unternehmen branchenspezifisch

    6. Resümee



Anhang 1 Fragebogen


Anhang 2 Übersicht Umfrageergebnisse

1.) Personen



Die Umfrage, welche dieser Auswertung zu Grunde liegt wurde geplant und durchgeführt von folgenden Personen, im Folgenden Initiatoren genannt.

Leander Hirthe PD MSc. Phys.


29 Jahre

wohnhaft in Forst (Lausitz)

Abitur in Forst, Jahrgang 1997

Studium Bachelor Amsterdam University

Master Philipps Universität Marburg

tätig als Physiotherapeut und Dozent


Matthias Geigk Dipl. Kfm.

29 Jahre

wohnhaft in Forst OT Mulknitz

Abitur in Forst, Jahrgang 1997

Studium Volkswirtschaftslehre Freie Universität Berlin

Betriebswirtschaftslehre Fachhochschule Lausitz

tätig im Produktionsmanagement


2.) Umfragemotiv



Die Energiegewinnung aus Braunkohle war und ist seit vielen Jahren ein wirtschaftlicher Eckpfeiler der Lausitz. Das Betreiberunternehmen ist ein Struktur bestimmendes Unternehmen mit sogenannter Leuchtturmfunktion.

Das Land Brandenburg und der Kraftwerks- bzw. Bergbaubetreiber befinden sich dabei in einer symbiotischen Beziehung. Einerseits ist die Region auf die direkten und indirekten Arbeitsplätze des Betreibers angewiesen, andererseits ist der Betreiber an den Standort Lausitz durch seine Rohstoffabhängigkeit gebunden.

Die Ausrichtung der energiepolitischen und ökonomischen Strategie des Landes Brandenburg über das Jahr 2020 hinaus ist deshalb grundlegend mit den wirtschaftlichen Aktivitäten des Bergbau- und Kraftwerksbetreibers verbunden. Dieser benötigt durch die Investitionslosgrößen einen entsprechend großen zeitlichen Handlungsspielraum.


Die Regierung des Landes Brandenburg ist in der Pflicht, seine wirtschafts- und energiepolitische Strategie fortzuschreiben und den geänderten Rahmenbedingungen anzupassen. Die Sicherung und Entwicklung von sozialabgabenpflichtiger Beschäftigung in Brandenburg ist die wichtigste und größte Herausforderung der politischen Führung des Landes.


Für eine Fortschreibung der Energiepolitik im aktuellen Umfang ist der Neubau von Kraftwerken, beziehungsweise die Inanspruchnahme neuer Braunkohlefelder notwendig. Infrastrukturelle Einschnitte wie diese haben wirtschaftliche Auswirkungen, welche sorgfältig analysiert werden müssen. Während die Arbeitsmarkteffekte bei einer Weiterführung der aktuellen Braunkohlepolitik aus den vorhandenen Erfahrungswerten quantifiziert werden können, sind mögliche Negativentwicklungen nur schwer abschätzbar und können teilweise nur mit volks- und betriebswirtschaftlichen Theorien untermauert werden.

Durch die Studie der TU Clausthal wurden alle Braunkohlefelder bewertet, die für die Ausrichtung der Braunkohleverstromung in der Lausitz zur Verfügung stehen. Damit hat die Landesregierung einen Spielraum für künftige Planungsverfahren erhalten.

Die Initiatoren vertreten die Ansicht, dass diese Studie keine Ausstrahlungseffekte wirtschaftlicher Natur auf das Umland der Kohlfelder berücksichtigt. Die Analyse der TU Clausthal untersucht lediglich die Auswirkung auf Konfliktpotenziale innerhalb eines Braunkohlefeldes. Die Auswirkungen auf das Umland sind, vielleicht wegen der komplexen betriebswirtschaftlichen Zusammenhänge, nicht berücksichtigt.

Die Initiatoren dieser Umfrage gehen davon aus, dass solche Auswirkungen vor allem bei größeren Ortschaften erkennbar würden, wenn deren Umland bergbautechnisch genutzt würde. In diesem Zusammenhang seien Cottbus, Forst (Lausitz), Guben oder Spremberg genannt.

Neben theoretischen Analysen, welche die Auswirkungen auf harte und weiche Standortfaktoren untersuchen, ist eine Umfrage ein probater Ansatzpunkt zur Annäherung an diese Frage. Eine Umfrage dieser Art bildet einen Geschäftsklimaindex unter der Annahme der Inanspruchnahme eines Braunkohlefeldes mit Ausstrahlungseffekten ab. Geht man von der Annahme aus, dass soziale oder demografische Entwicklungen einer Stadt eng mit der wirtschaftlichen Prosperität zusammenhängen, kann das Ergebnis auch Aufschluss auf die Auswirkungen auf die städtische Entwicklung geben.




3.) Umfragemethodik



Um die eingangs erwähnten Informationen zu erhalten war es zunächst notwendig, Selektionsregeln klar zu definieren:


a. Regionale Einschränkung

Wie bereits erläutert, sind Ausstrahlungseffekte vor allem in größeren Städten zu erwarten. Allein schon wegen der räumlichen Nähe bot sich den Initiatoren die Stadt Forst (Lausitz) an. Als Kreisstadt des Landkreises Spree-Neiße mit ca. 22.000 Einwohnern ist die Bedeutung dieser Stadt für den Lausitzer Raum ausreichend. Die möglichen Braunkohleabbaufelder Forst-Hauptfeld und in mittelbarer Weise auch Jänschwalde-Süd würden bei Inanspruchnahme Ausstrahlungseffekte auf Forst haben. Damit eignet sich die Stadt für die Umfrage. Für die Umfrage kommen lediglich Unternehmen im Forster Stadtkerngebiet infrage. Unternehmen in umliegenden, eingemeindeten Orten können nicht berücksichtigt werden, da deren Existenz mit der Erschließung eines Tagebaues Forst-Hauptfeld unmittelbar verbunden ist. Sie liegen innerhalb des ausgewiesenen Abbaufeldes, würden Umfrageergebnisse aus diesen Unternehmen das Ergebnis verfälschen, da sie keinen Aufschluss über Ausstrahlungseffekte geben.


b. Mindestanzahl der Befragungen

Um ein ansatzweise aussagefähiges Ergebnis zu erzielen, ist eine Mindestanzahl an Unternehmen zu befragen. Unter Berücksichtigung des zeitlichen Aufwandes, gingen die Initiatoren von einer Mindestanzahl von 40 ausgefüllten Fragebögen. Natürlich steigt die Aussagekraft mit zunehmender Anzahl der Befragungen.


c. Branchenspezifizierung und Randomisierung

Um ein möglichst objektives Umfrageergebnis zu erzielen, müssen etwaige subjektive Einflüsse, beispielsweise der Initiatoren, ausgeschlossen werden. Aus diesem Grund wurde eine Verzufälligung angestrebt. Aus einer Liste mit 200 Unternehmen wurden zunächst in Summe 40 Unternehmen im Losverfahren gezogen. Die ausgesonderten Unternehmen wurden in verschiedene Oberbranchen unterteilt. Diese Branchengliederung hatte die Aufgabe, einen Geschäftsklimaindex für unterschiedliche Tätigkeitsbereiche zu erhalten. Hintergrund hierfür ist die Annahme, dass unterschiedliche Branchen auch unterschiedliche Perspektiven in einem Tagebauaufschluss sehen. Grundsätzlich wurden die Branchen Medizin, Hotelgewerbe, Handel und Handwerk unterschieden. Da die Branchen in Forst in unterschiedlicher Stärke vertreten sind, wurde eine branchenspezifisch unterschiedliche Anzahl an Unternehmen ausgesondert. Da nicht alle Unternehmen bereit waren, den Fragebogen auszufüllen, wurden sukzessive weitere Unternehmen nach dem Zufallsprinzip gezogen.



4.) Umfragegrenzen



Die Initiatoren möchten an dieser Stelle erwähnen, dass diese Umfrage in ihrer Aussagekraft und Nachweisbarkeit begrenzt ist.

Die zeitlichen Kapazitäten für die Umfrage waren eingeschränkt, sie ermöglichten lediglich die Befragung einer eingeschränkten Unternehmensanzahl. Durch eine größere Anzahl befragter Unternehmen, würde die Studie über eine größere Aussagekraft verfügen. Aus diesem Grund wurde versucht, mit der bereits erläuterten Randomisierung unbekannte Verzerrfaktoren soweit wie möglich zu reduzieren. Weitere Maßnahmen zur Erhöhung der Repräsentanz der Umfrage, wie beispielsweise eine Verblindung, sowohl bei der Randomisierung als auch bei der Auswertung, konnten wegen der personellen Einschränkungen nicht Anwendung finden.

5.) Umfragegliederung



Der Fragebogen (Anhang 1) ist in 5 Teile gegliedert:


1.Teil

Unter diesem Abschnitt werden auswertungsrelevante Daten erfasst.

  • der Name des Unternehmens

  • die Branche

  • die Anzahl der Mitarbeiter

  • der Name des Befragten

2.Teil

Dieser Abschnitt widmet sich der Selbsteinschätzung, der eigenen wirtschaftlichen Entwicklung unter der Annahme der Inanspruchnahme der Braunkohlefelder Forst-Hauptfeld und/oder Jänschwalde-Süd. Angaben hieraus sind die Grundlage für die Herleitung eines Geschäftsklimaindexes.

3.Teil

In diesem Abschnitt baten wir die Befragten darum, sich über die Perspektiven der Stadt Forst zu äußern. Es geht hierbei also nicht mehr nur um Annahmen bezüglich der Entwicklung der eigenen Unternehmung, sondern um Prognosen zur Entwicklung der Stadt Forst in allen sozialen, demografischen, wirtschaftlichen und kulturellen Facetten. Diesem Teil liegt die Annahme zugrunde, dass die städtische- eng mit der wirtschaftlichen Entwicklung, und damit mit den Prognosen der befragten Unternehmen verbunden ist.

4.Teil

Thema dieses Abschnittes sind die Bemühungen der Kreisverwaltung Spree-Neiße, mittels eines Forderungskataloges, aus den beanspruchten Regionen eine sogenannte Sonderwirtschaftszone zu modellieren, in der sich das Land Brandenburg, der Bergbau- und Kraftwerksbetreiber und der Landkreis zu erweiterten Anstrengungen bezüglich von Ansiedlungen bergbauunabhängiger Wirtschaft verpflichten. Den Initiatoren der Umfrage ist bewusst, dass es sich hierbei nicht um die Bewertung von konkreten Maßnahmen handelt, da diese noch nicht veröffentlicht wurden. Vielmehr zielen die Fragen dieses Teils auf das unternehmerische Bespür der Befragten ab. Ergebnis sollte eine Einschätzung sein, inwieweit überhaupt externe Bemühungen greifen würden, wenn es zu einer Nutzung der Kohle im Raum Forst (Lausitz) käme.

5.Teil

Um dem Unternehmer die Möglichkeit zu geben, innerhalb des standardisierten Fragebogens auch spezifische Details zu äußern, die für die Analyse der Umfrage sinnvoll sind, gibt es ferner die Möglichkeit eigene freie Kommentare nieder zu schreiben.


Abschließend konnten die Unternehmen entscheiden, ob sie anonym bleiben wollen. Den Initiatoren ist bewusst, dass sich dadurch die Richtigkeit und Vollständigkeit der Ergebnisse nicht vollkommen beweisen lässt, sie erachten diese Option jedoch für Notwendig um Befangenheit und Ablehnungen aus Gründen des Datenschutzes auszuschließen.


6.) Umfrageergebnisse



a. Allgemeine Informationen


Umfragezeitraum:

31.07.2007 bis 05.09.2007


Anzahl befragter Unternehmen gesamt:

52

davon Dienstleistungen: 3

davon Handel: 20

davon Handwerk: 20

davon Tourismus/Hotels: 2

davon Medizin: 7


Anzahl Unternehmen (Summe der Mitarbeiter) mit Teilnahme an Umfrage gesamt:

41 (187)

davon Dienstleistungen: 3 ( 7)

davon Handel: 14 (55)

davon Handwerk: 17 (77)

davon Tourismus/Hotels: 2 ( 8)

davon Medizin: 7 (40)


Eine Auflistung der gesamten Umfrageergebnisse finden Sie in Anhang 2. Die Unternehmensnamen und Adressen wurden unkenntlich gemacht.


b. Unternehmen mit ablehnender Haltung


Von den befragten 52 Unternehmen haben sich 11 Unternehmen nicht an der Umfrage beteiligt.

Es war den Unternehmen möglich, die Fragebögen auf eigenes Verlangen hin postalisch zurück zu senden. 4 Unternehmen gaben an, diese Option zu wählen, eine Rücksendung des Fragebogens fand jedoch nicht statt.

3 Unternehmen lehnten eine Beteiligung an der Umfrage ohne Angabe von Gründen direkt ab.

2 Unternehmen zweifelten die vertrauensvolle Behandlung ihrer Daten an, wegen schlechter Erfahrungen aus der Vergangenheit und damit wegen der Angst vor Konsequenzen lehnten diese Unternehmen die Beteiligung ab.

1 Unternehmen füllte den Fragebogen nicht aus, weil es der Meinung was, dass die Umfrage „eh nichts bringt“. Der Gesprächspartner habe sich bereits mit der Gefahr abgefunden.

1 Unternehmen wollte sich nicht an der Umfrage beteiligen, weil es die Braunkohle befürwortet. (trotz Hinweis der Initiatoren, dass sich an dieser Umfrage nicht nur Braunkohlegegner beteiligen möchten)

c. Umfrageergebnisse: Prognosen Unternehmensentwicklung


(siehe 2.Teil unter Pkt.3 Umfragegliederung)

Legende:

In einer möglichen Inanspruchnahme der Braunkohlefelder Jänschwalde-Süd und/oder Forst-Hauptfelf

sehe ich:

1= die Existenz unseres Unternehmens grundlegend in Gefahr!

2= eine Beeinträchtigung unseres Unternehmens, welche auch Arbeitsplätze gefährdet!

3= keine/kaum Auswirkungen auf den Erfolg unseres Unternehmens!

4= positive Effekte durch eine verbesserte Auftragslage!

5= kein Kommentar!



i. Ergebnisse Unternehmen gesamt










































ii. Ergebnisse Unternehmen branchenspezifisch



Unternehmen

des Handels:










Unternehmen

des Handwerks:










Unternehmen

medizinischer

Fachrichtungen:









Unternehmen

im Hotelgewerbe:










Unternehmen der

Dienstleistungsbranche:







d. Umfrageergebnisse: Prognosen gesamtstädtische Entwicklung


(siehe 3.Teil unter Pkt.3 Umfragegliederung)

Legende:

In einer möglichen Inanspruchnahme der Braunkohlefelder Jänschwalde-Süd und/oder Forst-Hauptfelf

sehe ich:

1= die Lebensqualität und Perspektiven in Forst (Lausitz) nachhaltig in Gefahr!

2= keine Auswirkungen auf die Lebensqualität in Forst (Lausitz)!

3= positive Auswirkungen auf die Stadt Forst (Lausitz) und eine Perspektive für die Zukunft!

4= kein Kommentar



i. Ergebnisse Unternehmen gesamt






































ii. Ergebnisse Unternehmen branchenspezifisch


Unternehmen

des Handels:










Unternehmen

des Handwerks:











Unternehmen

medizinischer

Fachrichtungen:









Unternehmen

im Hotelgewerbe:









Unternehmen der

Dienstleistungsbranche:








e. Umfrageergebnisse: Prognosen Wirksamkeit „Kohlevertrag“ bzgl. Neuansiedlungen


(siehe 4.Teil unter Pkt.3 Umfragegliederung)

Legende:

Ich halte einen „Kohlevertrag“ zwischen dem Landkreis Spree-Neiße, der Landesregierung und

Vattenfall:

1= für sinnvoll, da dies zu Neuansiedlungen in der Region führen wird!

2= für nicht sinnvoll, da für Unternehmen bei Neuansiedlungen andere Kriterien wichtig sind!

3= kein Kommentar



i. Ergebnisse Unternehmen gesamt






































ii. Ergebnisse Unternehmen branchenspezifisch


Unternehmen

des Handels:










Unternehmen

des Handwerks:











Unternehmen

medizinischer

Fachrichtungen:









Unternehmen

im Hotelgewerbe:










Unternehmen der

Dienstleistungsbranche:








f. Resümee


Betrachtet man die Ergebnisse der Umfrage, so können folgende Aussagen getätigt werden:

  • bezüglich der Prognosen zur eigenen Unternehmensentwicklung

    • ca. 75% der Befragten sehen direkte negative Ausstrahlungseffekte auf das eigene Unternehmen bei Inanspruchnahme von Forst-Hauptfeld und/oder Jänschwalde-Süd, Unternehmen mit einem Arbeitsplatzpotenzial von ca. 40% der Gesamtmenge gehen sogar von einer grundsätzlichen Existenzgefahr aus.

    • Repräsentative, weil zahlreich vorkommende Branchen dieser Umfrage sind der Handel und das Handwerk, das Handwerk ist grundsätzlich pessimistischer als der Handel (90% zu 75%), zieht man zusätzlich Unternehmen der Gesundheitsbranche hinzu, so positionieren diese sich als zu 100% pessimistisch

  • bezüglich der Prognosen zur gesamtstädtischen Entwicklung

    • grundsätzlich wird die Gefahr der städtischen Negativentwicklung als wahrscheinlicher eingeschätzt als die Entwicklung des eigenen Unternehmen

    • branchenbezogen ergibt sich ein ähnlicher Trend wie bei der unternehmerischen Selbsteinschätzung

  • bezüglich der Einschätzung der Wirksamkeit eines sog. „Kohlevertrages“

    • es zeichnet sich kein klares Bild ab

    • viele Unternehmen wollen/ können sich zu diesem Thema nicht äußern,

    • im Vergleich zu den anderen beiden Themengebieten zeichnet sich jedoch auch ein größerer Anteil an Unternehmen ab, die größere Hoffnung in einen Kohlevertrag setzen, in ihm sogar positive Effekte auf die wirtschaftliche Entwicklung der Region sehen

Kombiniert man diese Aussagen ergibt sich folgende Aussage:

  • etwa 75% aller befragten Unternehmen sehen eine deutliche Verschlechterung der eigenen wirtschaftlichen und gesamtstädtischen Entwicklung, inklusive großer Gefahren hinsichtlich des Arbeitsplatzerhalts. 80% der Unternehmen sehen keine oder kaum eine Perspektive für die Stadt Forst Lausitz.


Die Ergebnisse dieser Umfrage zeigen, dass die Ausstrahlungseffekte auf das Umland eines Tagebaues nicht nur in ökologischer, sondern auch in wirtschaftlicher Hinsicht enorm sind.

Geht man davon aus, das die Ergebnisse dieser Umfrage repräsentativ für Forst (Lausitz) und dass 10% der Arbeitnehmer jener Unternehmen ihren Arbeitsplatz verlieren würden, die zumindest Arbeitsplätze in Gefahr sehen, so könnten 46% der Arbeitsplätze durch einen Aufschluss von Forst- Hauptfeld und/oder Jänschwalde- Süd in Gefahr sein.

Anhang 1


Umfrage

Unternehmen

Branche





Anzahl unserer Mitarbeiter

Gesprächspartner dieser Umfrage




In einer möglichen Inanspruchnahme der Braunkohlefelder Jänschwalde-Süd und/oder Forst-Hauptfeld sehe ich:


die Existenz unseres Unternehmens grundlegend in Gefahr!


eine Beeinträchtigung unseres Unternehmens, welche auch Arbeitsplätze gefährdet!


keine/kaum Auswirkungen auf den Erfolg unseres Unternehmens!


positive Effekte durch eine verbesserte Auftragslage!


kein Kommentar!


In einer möglichen Inanspruchnahme der Braunkohlefelder Jänschwalde-Süd und/oder Forst-Hauptfeld sehe ich:


die Lebensqualität und Perspektiven in Forst (Lausitz) nachhaltig in Gefahr!


keine Auswirkungen auf die Lebensqualität in Forst (Lausitz)!


positive Auswirkungen auf die Stadt Forst (Lausitz) und eine Perspektive für die Zukunft!


kein Kommentar!


Ich halte einen „Kohlevertrag“ zwischen dem Landkreis Spree-Neiße, der Landesregierung und Vattenfall:


für sinnvoll, da dies zu Neuansiedlungen in der Region führen wird!


für nicht sinnvoll, da für Unternehmen bei Neuansiedlungen andere Kriterien wichtig sind!


kein Kommentar!



zusätzliche Kommentare:






Stempel / Unterschrift


Ich bitte darum, meinen Namen und den Namen des Unternehmens nicht zu veröffentlichen.

Anhang 2