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Repräsentanten aus 43 Orten haben die Erklärung der Klinger Runde unterschrieben



1 Atterwasch
2 Bohrau
3 Briesnig
4 Cottbus
5 Döbern
6 Drebkau
7 Drehnow
8 Drieschnitz
9 Felixsee
10 Forst
11 Gahry
12 Gosda I
13 Grabko
14 Groß Bademeusel
15 Groß Gastrose
16 Groß Jamno
17 Groß Schacksdorf- Simmersdorf
18 Guben
19 Haasow
20 Horno
21 Hornow-Wadelsdorf
22 Jämlitz-Klein Düben
23 Jänschwalde
24 Jethe
25 Smarso
26 Kerkwitz
27 Klinge
28 Mattendorf
29 Mulknitz
30 Naundorf
31 Neuhausen
32 Nosdorf
33 Pinnow
34 Proschim
35 Rhone
36 Sacro
37 Schenkendöbern
38 Schlagsdorf
39 Schleife
40 Sergen
41 Taubendorf
42 Trebendorf
43 Welzow


Die Erklärung im Wortlaut



Die Niederlausitz ist eine einmalige Landschaft und unsere Heimat!
Netzwerk aller Aktivitäten gegen den weiteren Kohleabbau in der Niederlausitz

Der Schutz der Natur, der Umwelt und der gewachsenen Kulturlandschaften als Grundlage gegenwärtigen und künftigen Lebens ist Pflicht des Landes und aller Menschen.
(Landesverfassung Artikel 39 Abs. 1)

Unendliche Kiefernwälder, Heiden, Wiesen, Gewässer und landwirtschaftliche Flächen prägen das Bild unser Heimat. Die Natur umgibt uns als „grüne Lunge“, speichert Wasser, liefert Sauerstoff und vielfältige Möglichkeiten der Nutzung und Erholung. Dörfer und Städte, in denen wir gern leben und die wir selbst mitgestaltet haben, liegen malerisch dazwischen.

Leider sind unserer Heimat bereits tiefe Wunden durch den Kohleabbau zugefügt worden. Das flache Land ist geschändet und erholt sich nur langsam. Der Heimatverlust durch eine große Anzahl bereits devastierter Dörfer schmerzt viele Menschen.

Es ist Zeit zur Umkehr! Wir setzen uns für den Erhalt unserer Heimat ein!


Heimat ist Kultur-, Erholungs- und Wirtschaftsstandort!

Kirchen und andere Baudenkmäler, jedes Haus und jede Leistung der hier lebenden Menschen machen unsere Heimat unverwechselbar. Es ist legitim, sie zu erhalten und sich für einen Wechsel der Energieerzeugung einzusetzen.

In Schweden würden Menschen einen solchen Eingriff, wie ihn unsere Landesregierung vor hat, nicht zu lassen. Wie wird der Konzernchef von VATTENFALL, Herr Lars G. Josefsson seiner sozialen Verantwortung in unserer Heimat gerecht, wenn er seinen Antrag 2008 stellt und den „roten Teppich“ betritt, den ihm die Landesregierung ausrollt?

Der Präsident der BTU, Herr Prof. Dr. Zimmerli, bezeichnet die Niederlausitz als „Reallabor“ (BTU aktuell Nr. 20, Juli 2007, S. 3). Wir werden nur solche Aktivitäten unterstützen, die zur Heilung der bereits vorhandenen Wunden und zur Förderung von Alternativen beitragen.

Es ist kulturlos, weiter Landschaften zu vernichten, die in Jahrtausenden gewachsen sind!
Wir stoppen daher diese Kulturlosigkeit!


Heimat ist für uns nicht ersetzbar!

Die Nutzung des Bodens und der Gewässer ist in besonderem Maße den Interessen der Allgemeinheit und künftiger Generationen verpflichtet.
(Landesverfassung Artikel 40 Abs. 1)

Wir bleiben in der Lausitz, da wir hier fest verwurzelt sind. Wir wollen auch nicht vertrieben werden. Viele der Heimatvertriebenen des bisherigen Kohleabbaus haben die Folgen niemals überwinden können und sterben oftmals vorzeitig an dem Verlust ihrer Heimat. Wir wollen weiterhin diese besondere Landschaft unverändert erhalten, genießen und uns dafür einsetzen.

Wir wollen keine weitere Grundwasserabsenkung und Trockenheit. Wir brauchen auch keine 1000 „Badeseen“, sondern unsere unversehrte Umgebung, den Boden zum Bewirtschaften und alle unsere Dörfer.
Wir brauchen Politiker, die sich für Heimat, Zukunft und diese Ressourcen schonende Arbeitsplätze einsetzen, und zwar mit uns und nicht gegen uns.

Zur Heimat gibt es für uns keine Alternative!
Wir fordern den Heimaterhalt nachhaltig und unmissverständlich ein!


Heimat ist für uns nicht verhandelbar!

Der Abbau von Bodenschätzen bedarf der staatlichen Genehmigung.
(Landesverfassung Artikel 40 Abs. 2)

Der Landrat des Landkreises Spree-Neiße und der Oberbürgermeister der Stadt Cottbus wollen vorzeitig in einer so genannten „Verhandlungsgruppe“ Ausgleichsleistungen vom Land für unseren Verzicht auf unsere Heimat. Sie verkaufen damit unsere Heimat in Portionen. Sie schaffen ohne gesetzliche Grundlage Tatsachen, die unser Leben und Eigentum betreffen. Sie handeln sehr eilig mit aller zur Verfügung stehenden Behördenkompetenz und beeinflussen Bürgermeister und Abgeordnete, um unserem Widerstand zuvor zu kommen und ihn mit einem „Sonderausschuss“ parlamentarisch zu ersticken.

Ministerpräsident, Landrat und Oberbürgermeister sind sich ihres Erfolges schon sicher. Dabei gibt es weder eine Fortschreibung der Energiestrategie des Landes, noch eine konkrete staatliche Genehmigung zum weiteren Abbau von Braunkohle. Vorerst sind es nur Absprachen! Vielleicht sehen wir sie eines Tages mit Ablauf der Legislaturperioden im Dienste von VATTENFALL, wie Gerhard Schröder bei GAZPROM.

Nicht mit uns! Wir lassen uns weder „kaufen“ noch „verkaufen“!
Wir nehmen jetzt schon Einfluss und fordern ein klares Bekenntnis aller gewählten Volksvertreter und Parteien!


Heimat ist für uns unverzichtbar!

Wir sind nicht gegen die Kohle, aber der bisher geplante Abbau ist genug. Uns reichen die bereits erschlossenen Tagebaue und Kraftwerkslaufzeiten.

Ein Ausstieg muss jetzt erst recht vorbereitet werden, denn jeder Bau eines neuen Kraftwerks, mit oder ohne Kohlendioxidverpressung in der Erde, wird weitere Ortschaften in unserer Heimat unwiederbringlich vernichten und viele tausend Menschen direkt betreffen. Nachhaltig beeinträchtigt wird die Lebensqualität und kommunale Funktionalität aber auch in den Gemeinden am Rand der Abbaugebiete sowie in den Städten Guben, Spremberg, Forst, Calau, Finsterwalde und Cottbus, und dies weitgehend ohne Ausgleich.
Wir sind überzeugt, dass die Absicht besteht, jedes der 7 Kohlefelder zu erschließen, egal in welcher Reihenfolge und nach welcher Variante, weil der Kohleverbrauch durch das neu geplante Kraftwerk auf bis zu 40 Millionen Tonnen pro Jahr steigen wird! Auch wenn uns suggeriert werden soll, dass für 4 der 7 Lagerstätten eine Nutzung vorerst nicht geplant ist, können weitere folgen (LR vom 18.09.2007).

Um dies zu verhindern, sind der Zusammenhalt aller Betroffenen von Forst bis Finsterwalde und von Guben bis Spremberg, die Vernetzung aller Aktivitäten in Brandenburg und mit Sachsen sowie die Bündelung unserer Kompetenzen unverzichtbar!

Nur gemeinsam haben wir eine realistische Chance!
Wir unterstützen alle Aktivitäten und Initiativen von Betroffenen und bieten eine Vernetzung auf folgender Internetseite an: www.niederlausitz-aktuell.de


Heimat ist Zukunft für uns und unsere Kinder!

Der Ministerpräsident handelt mit seinem Vorgehen nach dem Prinzip „Teile und herrsche“. Versprechen wurden schon zu oft gebrochen!
Wir erheben unsere Stimme gemeinsam und lassen die zuerst Betroffenen in Proschim, Atterwasch, Grabko und Kerkwitz nicht allein! Unsere Entscheidung kann Kohleopportunisten stoppen und Politiker zum Umdenken zwingen!
Zwei Dinge sind uns wichtig:
Erstens der Erfolg der Volksinitiative „Keine neuen Braunkohlentagebaue - für eine zukunftsfähige Energiepolitik“ und zweitens unser Verhalten bei den anstehenden Wahlen!

Wir unterstützen darum diese Volksinitiative mit unseren Unterschriften und sagen deutlich für die anstehenden Wahlen:
Wer Heimat weiter antastet, ist für uns nicht mehr wählbar!